Liebe dich selbst und es ist egal wen du heiratest (Eva-Maria Zurhorst)
Sehr viel Gelaber und einige wenige Denkanstöße
Zugegeben, bei solchen Büchern erwarte ich mir gar keine wissenschaftlichen Abhandlungen, aber ein bisschen Substanz darf es dann doch sein. Stattdessen reiht Zurhorst hier Beobachtungen aus ihrem Privatleben willkürlich und ohne jeden Faden aneinander und schafft es so tatsächlich fast 400 Seiten zu füllen. Allerdings kriechen diese Seiten dahin, es dominiert elenlanges Gelaber garniert mit Allgemeinplätzen. Die ein oder andere Denkanstoß ist immerhin auch darunter. Im großen und ganzen kann man sich dieses Buch aber getrost schenken. Der Inhalt lässt sich kurz und knapp so zusammenfassen, dass eine Beziehung Arbeit bedeutet und Scheidungen überflüssig sind, da wir beim nächsten Partner sowieso wieder auf das selbe Problem stoßen. Ach ja, und natürlich ist es wichtig, viel mit seinem Partner zu diskutieren und ihm sich völlig zu öffnen. So weit so trivial, aber recht mehr hat das Buch tatsächlich nicht zu bieten. Stellenweise propagiert es dann noch eine nahezu weltfremde Laber-Kultur in der alles zerredet und totdiskutiert wird. So lesen sich die Ratschläge zum Sexleben so, als wären sie eher geeignet jedes Sexualleben zu zerstören. Alles in allem musste ich mich über Wochen von Seite zu Seite kämpfen, die berühmte rote Linie fehlt hier völlig. Symptomatisch für die Qualität des Buches ist es, dass immer wieder Beispiele aus dem Prominentenleben mit Verweise auf Gala und die Bunte herangezogen werden. Ähnlich gehaltvoll sind auch die Aussagen von Frau Zurhorst, leider wesentlich umfangreicher und wesentlich weniger unterhaltsam.
Lesen? Lies das NICHT!
Wer liest das? Paartherapeuten und Tantra-Kursbesuchter
Lies-das Note: 5,0
Informationen:
- Taschenbuch (388 Seiten)
- Verlag: Goldmann Arkana (2004; 14.Auflage)
- Sprache: Deutsch
- ISBN: 978-3-442-33722-4
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